Jul 02
MaxAllgemein
Hallo ihr,
da ich euch in den letzten Wochen nichts mehr geschrieben habe (sonst hätte ich ja nichts erzählen können) hole ich jetzt einen Teil nach. Für die, die es nicht wissen, ich war mit meiner Mutter im Urlaub (wer hätts gedacht … wieder in den USA) und jetzt sitze ich gerade in einem Zug von Frankfurt Flughafen nach Elpersheim (leider keine direkte Verbindung)
Der Urlaub mit meiner Mutter war leider ein nicht ganz so gut wie der mit meinem Vater. Er ging über die Niagarafälle nach Toronto, dann nach Boston, und dann wieder an der Ostküste an New York vorbei nach Hause. Das alles war zwar schön, aber die Ziele des anderen Urlaubs waren etwas schöner und beeindruckend.
Morgen ist dann meine “Welcome Home”-Party mit integrierter Geburtstagsfeier (jaa, 7.7.). Ich scheine einige Sachen vergessen zu haben. Zum einen habe ich mich heute morgen mit Euros nicht zurecht gefunden. All die Scheine sind unterschiedlich groß und die Münzen haben andere Werte. Zum anderen versuche ich mit allen möglichen Leuten (an Schaltern und in Läden) Englisch zu sprechen. Hilfe!
Nun, ich werde ja die meisten von euch in naher Zukunft sehen, also will ich nichts vorweg nehmen.
Liebe Grüße und ein Tschüss an diesen Blog
Max
Jun 08
MaxAllgemein
Hallo ihr,
nach einer kleinen Ewigkeit (20 Tage) schreibe ich nun auch mal wieder was. Es ist viel passiert, und ihr verdient, das zu wissen.
Nun, first of all, mein Vater war in der Zwischenzeit hier, und wir haben Urlaub gemacht. Zuerst waren wir in Washington DC., und haben alle Denkmäler und Regierungsgebäude angeschaut. Dann ging es weiter durch den Shenandoah National Park und den Mittleren Westen nach Chicago. Chicago ist sehr schön, es hat viele Hochhäuser, die aber die Stadt nicht überladen machen (im Gegensatz zu New York). Auf der Rückfahrt haben wir dann Halt in Detroit (total tote Stadt), in Pittsburgh, in Fallingwater und im Amish Country gemacht. Wenn ihr mehr über all diese Plätze wissen wollt, schlagt das am besten nach oder fragt mich irgendwie (es gibt ja immer genug Kommunikationswege).
Des weiteren neigt sich hier das Schuljahr dem Ende zu. Ich habe gerade meinen sechst-letzten Schultag angebrochen (danach kommen noch die Prüfungen). Ich habe die letzten großen Projekte beendet, und es wird entspannend.
Nach den Prüfungen kommt dann meine Mutter und ich mache mit ihr noch einen Urlaub (getrennte Eltern müssen ja auch Vorteile haben).
Ich habe inzwischen auch den kompletten Eurovision Song Contest nachgeholt. Bei der Konkurrenz war es ja kein Wunder, dass Lena gewonnen hat. (Stichwort Serbien, schaut das mal auf YouTube an, grausam)
Ich würde meinen Eintrag noch mehr ausführen, aber ich fürchte, mein Unterricht fängt jetzt an …
Liebe Grüße
Max
Mai 19
MaxAllgemein
Hallo ihr,
ausnahmsweise gibt es nun mal einige Neuigkeiten, wobei das 16 Tage nach dem letzten Eintrag auch keine Kunst ist.
Zunächst die größte Neuigkeit: Ich fahre in drei Tagen in den Urlaub. Der Aufenthalt meines Vaters (nur als Besuch und er hätte Urlaub für sich selbst gemacht), wurde jetzt zu einem Urlaub für uns beide. Ich verpasse ganze sechs Schultage (der Urlaub wird 11 Tage lang sein, langes Wochenende ist dazwischen).
Wir werden nach Washington D.C. und nach Chicago gehen. Mal sehen, was noch so alles auf dem Weg dazwischen liegt, und wie viel Zeit dafür bleibt.
Auf jeden Fall kommt er am Samstag und wir fahren direkt los, und ich freue mich schon richtig drauf. Endlich mal eine Pause von dieser doofen Schule!
Die zweite Neuigkeit ist: Der Pool ist eröffnet. Ich weiß nicht, ob ich euch schon erzählt habe, dass das Haus hier einen hat, aber auf jeden Fall, jetzt ist er offen. Ich habe am ersten Abend gleich darin gebadet, bei unangenehmen 18°C Wassertemperatur. Wobei die Pritchards direkt danach die Heizung angeschmissen haben, die Umwelt verpestet haben, und den Pool innerhalb von eineinhalb Tagen auf 28°C katapultiert haben. Jetzt ist er meist wärmer als die Außentemperatur, das heißt, man will gar nicht mehr raus aus dem Pool gehen.
Ansonsten rück das Ende dieser Reise immer näher. Die 75% habe ich überschritten, und von den restlichen 43 Tagen sind 24 Tage Urlaub (zuerst mit meinem Vater und dann, wenn die Schule rum ist, mit meiner Mutter).
In der Schule habe ich gerade abartig viel zu tun, weil ich vorarbeiten muss, da ich die Arbeit, die die anderen in den eineinhalb Wochen machen, in denen ich fehle, am ersten Schultag nach meiner Wiederkehr abgeben muss.
Mit Cola bin ich gut versorgt, seit ich es selbst kaufen muss … ich laufe regelmäßig die gut zwei Kilometer zum Supermarkt und kaufe einige dutzend Dosen (gerade sind noch 14 Stück da, sollte bis zur Ankuft meines Vaters reichen).
Ich werde natürlich, so gut es geht, aus meinem Urlaub berichten.
Liebe Grüße
Max
Mai 03
MaxAllgemein
Hallo ihr,
nach mal wieder längerer Zeit melde ich mich mal wieder.
Am Mittwoch hatten wir noch 15°C und Wolken, am Samstag waren es dann 33°C und strahlender Sonnenschein. Am Sonntag kam dann richtig viel Schwüle dazu und heute regnet es in Strömen. Klingt doch toll, oder?
Nunja, ansonsten geht alles seinen Gang. Ich bin ein wenig erkältet, schon seit einiger Zeit, aber ich vermute, dass das irgendwelche Allergien sind.
Charlie (der jüngere Gastbruder) ist mal wieder daheim, diesmal für länger.
Im Laufe dieser oder nächster Woche soll der Pool des Hauses befüllt werden. Bei den Temperaturen vom Wochenende wirklich höchste Zeit!
Ich lass mich noch kurz über ein anderes Thema aus: Namen von Filmen. Machmal denkt man, die Filmverleihe haben ein Rad ab, so wie sie die Namen von Filmen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzten. Da wird aus “Dear John” “Das Leuchten der Stille” und aus “The Last Song” “Mit dir an meiner Seite”. Warum?
Mehr fällt mir mal wieder nicht ein. Wenn ihr auf eine Idee kommt, was ich schreiben / beantworten soll, schreibt mir bitte!
Liebe Grüße,
Max
Apr 24
MaxAllgemein
Hallo ihr,
nach neun Tagen schreibe ich auch mal wieder was. Zunächst muss ich Teile meines letzten Posts revidieren. Ich habe noch nicht alle Erfahrungen gemacht. Gerade beziehe ich mich auf meinen heutigen Tag.
Heute war ich (alleine) shoppen in Philadelphia. Nun, es ist so einiges anders als in Deutschland. Fange ich mal mit der Anreise an. Ich bin mit dem Zug in die Innenstadt gefahren. Abgesehen, dass man dort seine Tickets im Zug kaufen kann, sieht so ein Zug nicht viel anders aus. Aber er wird anders genutzt. Stellt euch mal ein S-Bahn in Deutschland vor, fahrend von einem Vorort in die Innenstadt von München. Wäre in Deutschland vermutlich an einem Samstag recht überfüllt, oder? Nicht so in der sechst-größten Stadt der USA (Philadelphia). Ich war den Großteil der Fahrt allein in einem Waggon!
Nun zum Einkaufen. In Deutschland kennt man Fußgängerzonen, meistens nur eine pro Stadt, die dafür richtig groß. Nun, auch anders in den USA. Hier gibt es mehrere Einkaufsstraßen, etwas verteilt. Auch die Geschäfte sind viel kleiner und sind viel häufiger Essplätze. Und auch war es viel leerer. Ich war um halb 11 in der Stadt, aber voller wurde es erst gegen 14 Uhr, zu diesem Zeitpunkt war ich schon fast fertig.
Soo, fertig mit Shopping, jetzt zu den letzten 9 Tagen. Nun, es war eigentlich nichts besonderes. Die Zeit schreitet voran. Ich habe meine Präsentation über Deutschland und deutsche Schulen nun ein drittes Mal gehalten. Eine von den Präsentationen war nicht in einem meiner Fächer sondern nur mit einem meiner Lehrer. Vielleicht halte ich die Präsentation in noch ein paar Fächern. Ich werde es auf jeden Fall anbieten, das macht viel mehr Spaß als eigentlicher Unterricht.
Ich denke, ich habe alles erzählt, was passiert ist. Hoffe ich zumindest.
Liebe Grüße
Max
Apr 15
MaxAllgemein
Hallo ihr,
Nach dem (damals überfälligen) Post “Halbzeit” kommt jetzt eine 100-Tage-Bilanz. Ja, ich bin bereits 100 Tage hier, und weitere 77 werden folgen. Zeit, einmal eine Bilanz zu ziehen.
Mein Leben hier ist nun endgültig zum Alltag geworden. Leider ist jetzt jeder Tag gleich. Deshalb wird sich in den nächsten Wochen auch der Blog nicht besonders füllen, weil ich einfach nichts zu berichten weiß. Wenn mal einige Events anfallen (Wie Ende Mai, in den Pfingstferien, wenn mein Vater rüberkommt), kann ich etwas berichten. Ich werde sammeln und dann schreiben.
Weiter mit meiner Bilanz: Die Gastfamilie ist freundlich, aber je jünger desto ungesprächiger. Das macht es einem schwer, aber es geht. Mit den Eltern komme ich ja ganz gut klar.
Schule ist inzwischen auch endgültig langweilig, aber das ist vermutlich jede Schule nach kurzer Zeit. In Mathe bin ich den anderen voraus (wir machen gerade Logarithmen), was einfach zu riesigen “Löchern” im Unterricht führt. Das ist besonders doof, da es die erste Stunde ist, und ich manchmal echt Probleme habe, ohne Arbeit wach zu bleiben. In Geschichte bereiten wir gerade eine Präsentation vor, auch nicht spannend. In Web Design arbeite ich inzwischen komplett allein, und lerne etwas anderes (zwar immer noch Web Design, aber eine weitere Programmiersprache). In Englisch stecken wir gerade mitten in den PSSA-Arbeiten, das ist auch langweilig.
Auch wenn das alles recht öde klingt, an sich ist es toll, als deutscher Gymnasiast dort zu sein. Meine schlechteste Note ist 83% in Englisch, der Klassendurchschnitt liegt dort bei 62%. Toll, oder?
Freundschaftsmäßig ist es nun, naja, nicht mehr schlecht, aber auch nicht gut. Ich habe inzwischen Freundschaften, die innerhalb der Schule und in Facebook existieren. Das heißt, da sieht man sich, da unterhält man sich (hauptsächlich über die Schule selbst), aber ein Treffen zu Hause ist nur schwer vorstellbar.
Das, das man am meisten von hier erwarten konnte – Erfahrungen sammeln – ist passiert, und rein theoretisch könnte ich die Reise jetzt abblasen. Ich werde vermutlich in den nächsten 77 Tagen - abgesehen von den Urlauben mit meinen Eltern – nichts besonderes mehr erfahren. Schade.
Jetzt noch ein Blick auf das aktuelle Geschehnis: Ich halte gerade meine Präsentation über das Leben deutscher Schüler in einer anderen Klasse (nicht eine, die ich habe). Des weiteren werde ich am Sonntag in den König der Löwen gehen. Ich weiß, das klingt etwas lächerlich (finde ich auch), aber alle (Familie, Local Coordinator) haben mir das so sehr empfohlen, dass ich das mal jetzt mache, ich habe ja nichts besseres zu tun.
Liebe Grüße an das feuchte Deutschland
Max
Apr 12
MaxAllgemein
Hallo ihr,
Sorry für die lange Pause von sechs Tagen, es gibt aber einfach nicht allzu viel zu erzählen.
Es ist schön zu hören, dass nun auch alle Postkarten angekommen sind (auch die an meine Klasse, ich hoffe, sie hat euch gefallen!)
Was ich total verpennt habe hier zu erzählen: Seit dem 4.4. ist Halbzeit. Im Moment sind es 54%. Irgendwie muss ich schon sagen, ich bin froh, nur ein halbes Jahr gewählt zu haben.
Ansonsten habe ich dieses Wochenende meine zweite und letzte Book Review fertig gestellt. Endlich! Der Rest des Schuljahres ist jetzt Freizeit. Oder so ähnlich zumindest. Da sollte ich an einem der nächsten Wochenenden auf jeden Fall mal einen Trip in die Innenstadt machen.
Hmm, was gibt es noch zu erzählen? Das Wetter ist gerade recht angenehm, um die 20°C. Schule geht ihren Gang, meine Leistungen bleiben gleich. Mehr fällt mir nicht mehr ein.
Ich wünsche euch einen schönen Schulanfang (auch wenn das schon einen Tag überfällig ist)!
Liebe Grüße
Max
Apr 06
MaxAllgemein
Hallo ihr,
jetzt, wo hier wieder Cola im Haus ist, kann ich euch auch wieder schreiben. Jetzt geht’s mir wieder gut.
Leider hat die Schule wieder angefangen. Ihr deutschen Schüler könnt mich jetzt auslachen … Aber ich habe morgen erst um 10:35 Uhr Schule, von da her ist das nicht ganz so wild. (Diese ZK-ähnlichen Tests von denen ich euch erzählt habe)
Wir haben hier gerade grandioses Wetter. Wir hatten heute 31°C, für morgen sind mindestens 32°C angekündigt. Am Freitag soll es aber gewittern. Auf jeden Fall ist es nun zu warm, um nach der Schule (14:30 Uhr) draußen zu sitzen. Da die Schule eine Klimaanlage hat (bzw. ganz viele) wird man echt erschlagen, wenn man raus kommt. Hier in meinem Kellerloch sind es immer noch konstante ca. 17°C (Die Pritchards haben gemeint, dass es erst am Ende des Sommers langsam warm wird hier unten).
Offiziell habe ich letztes Wochenende ja fleißig Hausaufgaben gemacht. Aber irgendwie konnte ich mich nicht konzentrieren und YouTube und Facebook haben mich beständig davon abgehalten. Nicht zu vergessen: vier Stunden Urlaubsplanung über Skype mit meinen Eltern. Auf jeden Fall war ich heute noch nicht fertig, und bin es auch jetzt noch nicht. Irgendwie weiche ich vom Musterschüler ab!?
Bisher ging ich ja davon aus, dass hier (dank der Alkoholgrenze von 21 Jahren) nicht so viele Partys mit Alkoholexzessen stattfinden. Aber von wegen. Auf meinen Irrwegen durch Facebook habe ich Geschichten gelesen, die jeden Tag während Spring Break Ärger mit der Polizei hatten (dank Alkohol). Und ich fühlte mich schon fast wie zu Hause, als ich einen stolzen Pinnwand-Eintrag gelesen habe: “getting sooo drunk & i cant even walk! oh good”
Liebe Grüße nach Deutschland (14°C, gell?)
Max
Apr 01
MaxAllgemein
Hallo ihr,
da ich gerade hier Internet habe, berichte ich euch mal vom heutigen Tag. Wie erwartet habe ich mich heute (nach einem großen Frühstücksbuffet) auf nach Hollywood gemacht. Nun, jedem, der deswegen nach LA kommen will: Lasst es sein! Reicht das als Fazit?
Ich beschreibe es mal näher: Ich komme also auf dieser berühmten Straße mit den Sternen auf dem Gehweg (Hollywood Walk of Fame) an. Es sieht alles schick aus, aber nachdem man hundert Meter gelaufen ist, ist man enttäuscht. Der Gehweg ist auch nur ein Gehweg, es gibt keine Stars (wer hätte es gedacht, was will ein Star auch dort?), und die verkleideten Filmfiguren (Captain Jack Sparrow, Star Wars, etc.) sorgen nur für ein müdes Lächeln. Jedes zweite Geschäft ist ein Souvenir-Laden, und auf der Straße versuchen einem unbekannte Musiker ihre CDs anzudrehen. Nach einem Besuch im Hard Rock Café und zwei Dutzend Fotos von irgendwelchen Sternen auf dem Gehweg habe ich also Zuflucht in einem Bus gesucht, der mich von diesem Ort wegbringt.
Wenn ich eine Universal Studios Tour gemacht hätte, wäre vielleicht ein besseres Erlebnis draus geworden, aber dafür fehlte mir die Zeit und die Lust. Und irgendwo bezweifle ich auch, dass mir ein Park mit einer Mischung aus Freizeitpark und Besuch von irgendwelchen Sets mehr Spaß gemacht hätte.
Wer aber LA nicht nur wegen Hollywood besucht, bekommt zumindest am ersten Tag ein einmaliges Erlebnis. Diese Stadt ist einfach grenzenlos. Man kann sie kein bisschen vergleichen mit z.B. New York / Paris / London, weil einfach alles ausgedehnt ist. Natürlich gibt es in LA Downtown einige Wolkenkratzer, aber der Bereich von LA ist einfach in einer wahnsinnigen Dimension. Man kann hier vom einen Ende LAs zum anderen mindestens zwei Stunden einplanen, es sind definitiv mindestens 100km. Und das mitten in einer theoretischen Wüste. Wäre hier nicht eine riesige Bewässerungs-Maschinerie im Hintergrund, wären hier nicht Palmen und Gras, sondern Kakteen und Sand.
Nun, das muss auch schon wieder genug gewesen sein.
Liebe Grüße an alle, auch an die, die nicht diesen Blog lesen (ihr könnts ja weitergeben)
Max
Apr 01
MaxAllgemein
Hallo ihr,
nachdem mein Kalifornien-Urlaub nun fast rum ist (morgen noch, und am Freitag geht’s nach Hause), will ich dann doch mal berichten, was noch so passiert ist.
Da mein letzter Blog-Post am 27.3. war, fange ich mit dem 28.3. an. Diesen Tag haben wir fast komplett bei Charlie’s Großmutter verbracht. Ich habe noch nie eine so technikbegeisterte Oma gesehen. Die Frau besitzt doch tatsächlich Laptop und iPod (und nutzt diese auch). Da passte dann dazu, dass ihr (verfrühtes) Geburtstagsgeschenk ein iPod touch war. Am Abend waren wir dann in einem (wohl berühmten) Fisch-Restaurant am Strand von Hunnington Beach (südwestlich von LA Downtown).
Der 29. widmete sich dann dem Trip nach Catalina Island. Diese Insel ist zwar nur 35km vom kalifornischen Festland entfernt, hat aber keine einzige geteerte Straße. Die Insel besteht im Wesentlichen aus zwei Orten, “Avalon” (ca. 3000 Einwohner) und “Two Harbors” (ca. 300 Einwohner). Wir waren in Two Harbors, und damit im nicht besonders touristisch erschlossenem Gebiet. Two Harbors hat genau ein Hotel (mit 11 Zimmern), ein Restaurant, eine Bar, ein Café und einen Laden. Lauter Monopole sozusagen. Das waren so in etwa die Eindrücke von diesem Tag.
Am nächsten Morgen sind wir dann früh aufgestanden und sind direkt ans Meer und haben Kayaks gemietet. Wir sind dann ein wenig an der Küste entlang gepaddelt und sind dann schnorcheln gegangen. Beides war für mich das erste Mal, war aber beides auch nicht soo besonders. Das Paddeln war nass, schakelig, anstrengend und kalt. Beim Schnorcheln (im eiskalten Wasser, ca. 16°C), habe ich wenigstens zum ersten Mal einen lebendigen Fisch im freien Meer gesehen. Nachdem alle erschöpft waren, haben wir dann geduscht und gegessen. Danach sind wir zu einer Safari-Tour (mit einem Hummer) aufgebrochen. Da das Wetter an diesem Tag nicht so besonders war (windig, 14-16″C), war diese aber nicht sonderlich gemütlich, und botanisch interessiert bin ich auch nicht, die Geschichte der Insel war auch nicht besonders faszinierend. Danach war dieser Tag auch schon wieder rum.
Jetzt kommen wir zu heute, 31.3. (für euch bereits gestern). Da das Wetter immer schlechter werden soll(te), beschlossen wir, bereits an diesem Tag die Insel zu verlassen, anstatt wie geplant erst am Donnerstag. Da das einzige Boot an diesem Tag aber um 14:20 fuhr, hatten wir noch den Morgen Zeit. Wir beschlossen, ein wenig (nur ca. drei Stunden) zu wandern. Nach einer Weile trennten wir uns, da für manche das Gelände zu unwegsam wurde. Ich beschloss, alleine einen Berg hinaufzusteigen, um eine nette Aussicht zu haben. Im Nachhinein denke ich: “Wie bescheuert kann man sein?” Nun, ich hatte den Berg überschätzt. Er war sehr steil, und ich hatte so meine Mühe hinaufzukommen. Nach ca. der Hälfte des Anstiegs bemerkte ich, dass mir die Zeit ausging, und beschloss, wieder hinunter zu steigen. Nun, das schien dann doch eher unmöglich. Ich war recht hilflos, und dachte, dass weiter oben das Gelände besser aussah, um woanders wieder abzusteigen. Ich kletterte also weiter hinauf, nur um dann festzustellen, dass das auch nichts war. Ich versuchte, seitwärts am Hang entlang zu klettern (Ihr müsst euch den Berg so vorstellen, dass er drei steile Seiten hat und eine flache, und ich versuchte, von einer Steilen zu der Flachen zu kommen. Dank lauter Kakteen war das nicht besonders angenehm. Nun, einen zufälliger Ausweg aus dieser miserablen Situation bot sich mir, nachdem ich ausrutschte, und ca. 15-20 Meter den Hang hinabrutschte. (an meine Eltern: Sorry, aber meine schwarze Jacke hat jetzt zwei größere Löcher!) Von hier war es wesentlich leichter, voranzukommen, und nach einer halben Stunde war ich dann wieder bei den anderen. Im Nachhinein habe ich so einige Schrammen und vor allem dutzende Dornen eingefangen. Ich zitiere an dieser Stelle Mal meinen Vater: “Die Dummen hams Glück!” und auch noch Friedrich Nietzsche: “Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.” Danach sind wir wieder zurück geschippert, sind in ein Hotel in der Innenstadt und waren heute Abend gut essen. Und jetzt tut mir immer noch alles weh
Morgen werde ich vermutlich einen längeren Abstecher nach Hollywood machen. Ich werde den “Walk of Fame” sehen (die Straße mit den Sternen auf dem Gehweg) (Neid?), einige andere Sachen und vielleicht auch einige kleine Stars? (Ich werde die Hoffnung nie aufgeben!).
Das war jetzt aber eindeutig genug für heute. Dieser Eintrag könnte ja schon fast ne Kurzgeschichte werden.
Liebe Grüße nach Deutschland!
Max
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